AG Radverkehr Obertshausen beim Ortstermin (7. März 2015)

Schwerpunkt waren die Einbahnstraßen in Obertshausen, Stadtteil Obertshausen sowie die Alternativroute abseits der Ortsdurchfahrt.

Begonnen wurde in der Erzbergerstraße (Bilder Erzberger 01-06). In der Straßenverkehrs-Ordnung gibt es inzwischen keine Mindestbreiten mehr (Ausnahme bei häufigem Schwerlastverkehr), so dass auch Einbahnstraßen mit einer Restbreite von unter 3 Metern für den Radverkehr geöffnet werden können. Es gibt sogar Straßen, die schmaler sind - und keine Einbahnstraßen sind, denn die Grundregel heißt simpel: gegenseitige Rücksichtnahme. Wenn es eng wird, muss man sich abstimmen (Fotos Firedberger Straße im Anhang). Das gilt auch für Radverkehr, der erlaubt gegen die Einbahnstraße fahren darf: es ist kein Recht auf "freie Fahrt", sondern man muss sich mit dem Gegenverkehr arrangieren und ggf. in Parklücken, etc. ausweichen, um entgegen kommende Kraftfahrzeuge vorbeizulassen. Manchmal fahren auch breitere Fahrzeuge wie Transporter o.ä. durch Einbahnstraßen....

Doch zurück zur Erzbergerstraße: zu Beginn sind Parkflächen senkrecht zur Fahrbahn ausgewiesen - wir konnten beobachten, dass einige Pkw-Fahrer entgegen der Einbahnstraße rausgefahren sind...Also kann das Rausfahren aus der Einbahnstraße in Gegenrichtung nicht so gefährlich sein.

Apropos Gefahr: oft wird ja argumentiert, dass unbedingt links am Ende einer regulären Einbahnstraße ein Streifen für entgegen kommende Radfahrer sein muss....Hier Beispiele aus Frankfurt (Riederwald), wie man es dort ganz einfach löst. In Rodgau - ganz nebenbei - kennt man das überhaupt nicht. Selbst in der allerersten geöffneten Einbahnstraße, der Schulstraße in Nieder-Roden, gab es nie Markierungen, obwohl dort auch ein großer Trichter für die wartenden Fahrzeuge ist...und noch nie Unfälle.

Dokumentiert wurde auch die Einmüdung der Friedrichstraße in die Erzberger Straße.

Weiter ging es dann (die Erzbergerstraße wird dann "normale" Straße) in die Rathenaustraße. Obwohl von der Stadt genauso beurteilt wie die Erzbergerstraße, ist die Rathenaustraße damit nicht vergleichbar (Bilder Rathenau 01-02), denn hier handelt es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich und zudem mit vielen Lücken in den Parkständen, so dass hier gefragt werden muss, warum dies überhaupt eine Einbahnstraße ist und auch - wenn sie schon Einbahnstraße sein muss - warum sie nicht für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet ist - schließlich sind hier Kinderspiele erlaubt und die Kinder dürfen mit ihren Fahrrädern (Kinderspielrädern) ohnehin in alle Richtungen herumtollen.

Weiter wurde dann die Max-Plank-Straße (Max-Plank 01-05) besichtigt, die ohnehin nur für Anlieger befahrbar sein soll... Auch hier wird man eingehender prüfen müssen, was denn gegen eine Öffnung für den Radverkehr in Gegenrichtung sprechen soll. Gleiches gilt auch für die Brüder-Grimm-Straße (Brüder-Grimm 01-05). In der Kurve kann z.B. ein Fahrradpiktogramm auf entgegen kommende Radler hinweisen - so wird es auch in Frankfurt praktiziert.

Anschließend folgten Badstraße und Im Hasenwinkel, wo man sich auch fragen muss, was gegen die Öffnung spricht.

Schließlich blieb noch die Königsberger Straße/Danziger Straße. Hier gibt es noch einen benutzungspflichtigen Geh- und Radweg zur Brücke über die B448, der aber die Benutzung der Königsberger Straße verhindert....

Ende Teil 1

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