Ergebnisse FKT 2018 Rodgau

ADFC Rodgau e.V.  Pressemitteilung 13. April 2019

Radfahren in Rodgau – Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Test 2018 liegen vor – ADFC-Kampagne „Mehr Platz fürs Rad“ gestartet – Befahrungen ab 8. Mai

  Macht das Radfahren in Rodgau Spaß oder ist es Stress durch Rodgau zu radeln? Mit wenig Aufwand konnte die Fahrradfreundlichkeit in Rodgau bewertet werden.

  Die Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test 2018 fand vom 01. September bis 30. November 2018 über die Internetseite www.fahrradklima-test.de statt. Nun kann man sich dort die Ergebnisse anschauen.

  Bei der Online-Umfrage wurden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt - beispielsweise, ob Radfahrer als Verkehrsteilnehmer akzeptiert werden, ob der Zustand der Radwege gut ist, sie also breit und komfortabel sind und ob sich das Radfahren insgesamt sicher anfühlt.

  Der ADFC-Fahrradklima-Test ist der Zufriedenheits-Index der Radfahrer in Deutschland. Mehr als 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2018 mitgemacht und die Situation für Radfahrer in 683 Städten bewertet. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist zudem die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und fand zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den Fahrradklima-Test im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans.

  Im Vergleich zur Befragung im Jahr 2016 ist bei fast allen Antworten eine Verschlechterung festzustellen, so Stefan Janke, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Rodgau, der sich für die Förderung des Radverkehrs einsetzt. Das ist aber im Trend aller ausgewerteten Städte und Gemeinden unter 50.000 Einwohnern.

  Die stärksten Verschlechterungen gab es in Rodgau bei der Frage nach der Fahrradförderung in jüngster Zeit (von 4,1 auf 4,7), ob Werbung für das Radfahren gemacht wird (von 4,0 auf 4,4), bei der Frage nach der Kontrolle von Falschparkern (von 4,4 auf 4,8 und nach dem Sicherheitsgefühl (von 3,4 auf 3,8).

  Highlights bleiben die Erreichbarkeit der Ortszentren (2,6), die geöffneten Einbahnstraßen (2,7) und zügiges Radfahren (2,8).

  Besonders negativ wird Fahrradförderung in jüngster Zeit (4,7), die Kontrolle der Falschparker (4,8) und die anscheinend vermissten öffentlichen Leihräder (5,2) bewertet.

  Nach der erneut leichten Verschlechterung in der Bewertung liegt Rodgau mit der Gesamtnote 3,8 noch knapp über dem Durchschnitt bei Städten mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern mit 3,9.

  Die Zusatzbefragung von Familien mit Kindern unter 12 Jahren lag man im schlechten Schnitt vergleichbarer Städte, was mit einer Benotung mit 3,9 absolut nicht sehr kinderfreundlich ist.

  Beim ADFC Rodgau hatte man gehofft, dass sich durch die Mitgliedschaft der Stadt Rodgau in der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) in den letzten Jahren entscheidende Verbesserungen für die Nahmobilität (Radverkehr, Fußverkehr, Schulverkehr) einstellen würden, so dass es bei der nun erfolgten Befragung wieder zu besseren Beurteilungen durch die Einwohner Rodgaus hätte kommen können. Dies war aber leider nicht der Fall. Rodgaus Bewohner vermissen, dass sich jemand engagiert um den Radverkehr kümmert und diesen fördert. Da leider in vielen Städten in Deutschland dieser Stillstand, diese Unzufriedenheit und die Ungeduld gefühlt wird, hat der ADFC - passend zu seinem 40-jährigen Jubiläum – aktuell die Kampagne „Mehr Platz fürs Rad“ gestartet. Der ADFC Rodgau wird 2019 auch in Rodgau Aktionen dazu machen. Mitstreiter sind herzlich willkommen. Die Kampagne läuft bis Mitte November: www.mehrplatzfürsrad.de

  Mit ab 8. Mai startenden Ortsbefahrungen sollen die Ortsteile befahren und gute und schlechte Stellen bewertet und gemeinsam Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden, die dann der Stadt Rodgau zur Verfügung gestellt werden.

  Am 8. Mai werden Rollwald und Nieder-Roden abgeradelt. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Brunnen auf dem Puiseaux-Platz. Weiter geht es am 15. Mai in Dudenhofen und am 22. Mai in Jügesheim. Für Hainhausen und Weiskirchen ist die Befahrung am Tag der Umwelt (5. Juni) geplant. Weitere Informationen folgen.

  Weitere Informationen über den Radverkehr und den ADFC Rodgau stehen auch im Internet unter www.adfc-rodgau.de bereit. Rückfragen sind auch bei Stefan Janke (Tel. 0160-4891350 oder eMail: stefan.janke@adfc-rodgau.de) möglich.
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Für Rückfragen seitens der Redaktion:
ADFC Rodgau e.V., Verkehrspolitischer Sprecher (Rodgau, Obertshausen und Heusenstamm): Stefan Janke,
Mobil: 0160-4891350, eMail: stefan.janke@adfc-rodgau.de
Internet: www.adfc-rodgau.de

 

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